NNZ: Streit im Absinth Tal

Die NNZ berichtet

In der Schweiz werden pro Jahr insgesamt zwischen 80 000 und 120 000 Liter Absinth hergestellt, davon 85 bis 90 Prozent im Val-de-Travers. Allerdings kommt nur die Hälfte bes benötigten Wermuts ebenfalls aus dem Val-de-Travers. Viele Brennereien beziehen ihre Wermut-Pflanzen aus dem Ausland, zumeist aus osteuropäischen Ländern wie Polen und Ungarn. Die Anbaufläche im Val-de-Travers reicht schlichtweg nicht aus, um alle Absinth-Hersteller mit dem wichtigsten Grundstoff zu versorgen. Nun ist ein Streit darüber ausgebrochen, ob und wie der im Val-de-Travers hergestellte Absinth künftig vor unliebsamer Konkurrenz und Nachahmern geschützt werden soll.

Der Branchenverband der Absinth-Brenner und der Produzenten der dazu benötigten Ingredienzen des Jura-Tals beschloss nämlich vor kurzem, nachdem ein erster Versuch zur Registrierung der Bezeichnung «Absinthe» als geschützte Marke durch einen Entscheid des Bundesverwaltungsgerichtes verhindert worden war, die Beantragung einer «Geschützten Geografischen Angabe (GGA)», durch welche die Bezeichnungen «Absinthe Val-de-Travers» und «Absinthe Fée verte» ausschließlich Produzenten aus dem Tal vorbehalten bliebe. In dem dazugehörigen Pflichtenheft legte der Verband dann allerdings auch fest, dass alle für die Absinth-Produktion benötigten Zutaten aus dem Val-de-Travers stammen müssen, was von den Kleinproduzenten vehement abgelehnt wird, beziehen doch vorallem diese die ausländischen Wermut-Pflanzen
getrockneter Wrrmut

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