Absinth - Kultgetränk und Anlass für Wirtshaftsstreit

Absinth

Das Kultgetränk Absinth erhitzt einmal mehr die Gemüter

Ob Bohème oder Militär, Trinker oder Künstler: Der hochprozentige Absinth avancierte zum Kultgetränk des 19. Jahrhunderts. Ganze Generationen folgten seinem Rausch – bis in den Ruin. Und nun entbrandet ein Wirtschaftsstreit zwischen Franzosen und Schweizern um die ‚geschützte geographische Abgabe‘.

Die grüne Fee treibt erneut Ihr Unwesen

Aktuell entzweit sie Frankreich und die Schweiz. Da tobt ein handfester Wirtschaftsstreit. Denn die Produzenten von Absinth im Neuenburger Val-de-Travers wollen “Absinthe” sowie die gebräuchlichen Synonyme “Fée verte” und “La Bleue” als “geschützte geografische Angabe” eintragen lassen.

Ihr Vorbild sind die Käsereien, denen das mit dem Emmentaler und dem Greyerzer gelang. Und als Feindbild schauen sie auf den Champagner, weil das schweizerische Dorf Champagne wegen der Intervention der französischen Champagnerkellereien seit 2004 seinen Wein nicht mehr mit dem Ortsnamen anbieten darf.

Wäre der Vorstoß der “Association interprofessionelle de l’Absinthe” in Bern – und später vielleicht gar in Brüssel – erfolgreich, hätten die Schweizer gegenüber der französischen Konkurrenz auf der anderen Seite der Grenze einen erheblichen Vorteil. Denn die dürfte dann, wiewohl es sich im Prinzip um das gleiche Getränk handelt, diese Bezeichnungen nicht mehr verwenden. Noch aber ist nichts entschieden.

Wer hats erfunden?

Doch wer hat das Getränk tatsächich „erfunden“? Zwar gilt es als typisch französisch, aber der eng mit der ‘Erfindung’ des Absinth verbundene französische Arzt Pierre Ordinaire war während der Französischen Revolution in die Schweiz geflohen und praktizierte seitdem als Landarzt im schweizerschen Couvet. Wie es mit der Grünen Fee dann weiterging, lesen Sie im gut recherchierten Welt Artikel.

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